Besuch der Gedenkstätte Israelitische Gartenbauschule Ahlem

Zum 80. Jahrestag der Reichs-Pogromnacht widmeten die Bankenklassen ihren letzten Schultag am 21. November dem Besuch der Gedenkstätte Ahlem, um sich mit den Auswirkungen der Judenverfolgung in Hannover auseinanderzusetzen.
In der Gedenkstätte der früheren Israelitischen Gartenbauschule Ahlem werden Einzelschicksale und gemeinsame Verfolgungserlebnisse auf Fotos und Videos eindrucksvoll in Szene gesetzt. Das erste Obergeschoss zeigt die Auswirkungen des Krieges: acht Deportationen aus der umgewandelten Gartenbauschule zu einer Sammelstelle der Hannoveraner Juden, die Einrichtung einer Gestapo-Dienststelle und eines Gefängnisses. Viele Gefangene fielen den Hinrichtungen in der Laubhütte der Gartenbauschule zum Opfer.
Die aktuelle Sonderausstellung „Unter uns? Sinti in Ostfriesland und Leer“ des 1. Sinti-Vereins Ostfriesland e.V. widmet sich dem Schicksal der Sinti während der NS-Zeit, in der bis zu 500.000 Sinti und Roma der nationalsozialistischen Rasseideologie zum Opfer fielen.
Der 1. Sinti-Verein Ostfriesland e.V. setzt sich für die gesellschaftliche Anerkennung der Sinti in Deutschland ein. Vertreter des Vereins schilderten in einem intensiven Dialog mit den Bankauszubildenden auf sehr eindrückliche Weise ihre von Ausgrenzung und Diskriminierung geprägten Alltagserfahrungen.
 Am Ende des Besuches der Gedenkstätte betonten die Bankauszubildenden die Wichtigkeit einer aktiv gelebten Erinnerungskultur, um das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft am Leben zu halten.
Katharina Knothe und Alexandra Tretiakova (Klasse BK 1751)