Denktag: Auschwitz

Anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau fand am 27.01.2016 ein Projekttag für die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulklasse BR 155 statt.
Auch wenn es für die heutige Generation unmöglich ist, sich die Grauen von Auschwitz in seiner Gesamtheit vorzustellen, war dieser Tag für die Jugendlichen als ein „Denktag“ und ein „Nachdenktag“ gedacht.
Am Vorabend war ein Teil der Klasse im Kino im Künstlerhaus, um sich dort den Dokumentarfilm „183 Tage – Der Auschwitz-Prozess“ anzusehen. Der Film zeichnet den Prozess nach, der von 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main gegen Angehörige der Lager-SS von Auschwitz stattfand – 15 Jahre nach der Befreiung des KZ.
Abschließend fand eine Putzaktion für Stolpersteine statt, für die die Schule mit Beginn des Schuljahres die Patenschaft übernommen hat. Die fünf Steine liegen in der „Langen Laube 1“ und wurden zum Gedenken an die jüdische Familie Maissner verlegt, die während der NS-Zeit hier lebte. Die Mutter, Regina Rivka und die drei Kinder, Isaac, Rosa und Isidor Maissner, konnten dem Naziterror entfliehen. Der Vater, Bernhard Maissner, wurde 1939 im besetzten Polen ermordet.