Flucht aus Syrien – Ahmad Alzoubie zeigte seine Handydokumentation in der BBS 11

Der junge Syrer Ahmad Alzoubi erzählt in seiner bewegenden filmischen Dokumentation die Geschichte seiner Flucht nach Deutschland und was ihn auf diesen gefährlichen Weg gebracht hat. Wie geht es weiter, wenn das eigene Haus einer Ruine gleicht? Wenn in der Nähe der Schule, die Ahmad besucht, zahllose Menschen bei Bombenangriffen sterben? Wenn Kämpfer des „Islamischen Staates“ die Flüchtenden aufhalten oder der Motor des heillos überbesetzten Schlauchbootes nachts auf hoher See aussetzt? Herr Alzoubi hat seine Flucht mit dem Mobiltelefon dokumentiert.
Dieses filmische Dokument führte den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Krieg und Flucht für einen jungen Menschen aus seiner eigenen Erfahrung vor Augen. Der 40-minütige Film machte betroffen. Während der filmischen Präsentation, an der alle Schülerinnen und Schüler der BBS 11 teilnahmen, herrschte absolute Ruhe in der Aula, die Handys blieben aus.
Herr Alzoubi beantwortete nach dem Film noch viele Fragen der Anwesenden. Während es in den Medien und der politischen Diskussion eher um Sachverhalte geht, die für viele Schülerinnen und Schüler zu abstrakt sind, gab Herr Alzoubi den Flüchtlingen ein persönliches Gesicht und erreichte so bei den Jugendlichen mehr Nachdenklichkeit. Es dürfte klar geworden sein, dass sie hier in Deutschland ein angstfreies Leben führen können – ohne Luftwaffe, Blut, Tote und ohne Tausende von Dollar an Schmuggler zahlen zu müssen – dass aber nicht alle Menschen dieses Glück haben. Die Schule ist Herrn Ahmad Alzoubi für die Einblicke in die komplexe und unübersichtliche Thematik sehr dankbar.