Projektarbeit des 12. Jahrgangs begeistert unseren Kultusminister

Am Anfang war ich sehr nervös, weil mit dem Kultusminister eine für unsere Schule sehr wichtige Persönlichkeit zu Gast war. Diese anfängliche Nervosität ist dann schnell verflogen, da der Kultusminister sehr freundlich und interessiert war. Am besten hat mir gefallen, dass alle Anwesenden sich an dem Treffen aktiv beteiligt haben. Es gab niemanden, der nur durch physische Anwesenheit geglänzt hat.
(Lukas Scholz, Schüler)
Der Minister wirkte interessiert am Gründerpreis und hat unsere Idee genauer hinterfragt. Wir fanden ihn nett, sympathisch und aufgeschlossen. Die Diskussion zwischen uns Schülern und unseren Lehrern und dem Minister fanden wir richtig interessant.
(Yasmina Ayyildiz, Sarina Blumenberg und Leonie Abeln, Schülerinnen)

Unser Kultusminister, Herr Grant Hendrik Tonne, besuchte am 15.08.2018 die BBS 11 und informierte sich über das Berufliche Gymnasium Wirtschaft unserer Schule.
Aus dem besonderen Unterrichtsprofil unseres Beruflichen Gymnasiums wurde ihm das Projekt im 12. Jahrgang vorgestellt. Dabei nimmt die BBS 11 am Deutschen Gründerpreis für Schüler (DGPS) teil, dem größten Existenzgründerplanspiel für Schüler in Deutschland, das auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt wird. 2018 nahmen insgesamt 800 Spielgruppen an dem Planspiel teil, darunter 13 von der BBS 11. Kernaufgabe ist die Entwicklung und Vermarktung einer Geschäftsidee für ein fiktives neues Unternehmen. Betreut werden die Spielgruppen durch einen „Coach“, an unserer Schule ist es eine Lehrkraft, und einen externen Experten, den „Unternehmenspaten“, den die Gruppen selbst finden müssen.
Die Ergebnisse der Projektarbeit werden von Juroren bewertet. Alle Gruppen erhalten am Ende ein ausführliches Feedback und eine Teilnehmerurkunde, die bei Bewerbungen in der Wirtschaft wichtig sein kann. Spielgruppen der BBS 11 haben es schon mehrfach unter die besten 10 in Deutschland geschafft.
Typisch für das Projekt ist, dass diverse Unterrichtsfächer bei der Durchführung eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Baustein zur Vorbereitung auf das spätere Berufsleben durch die mehrwöchige, intensive Arbeit an einer komplexen Aufgabe in einem Team, die Übernahme von Verantwortung für Ergebnisse und das Präsentieren vor größeren Gruppen.
Die Spielgruppe „Heartscan“ stellte ihr Geschäftskonzept zu einer Smartwatch vor, die Herzinfarkte selbstständig erkennt und automatisch einen Notruf absetzt.
Minister Tonne zeigte sich begeistert von diesem praktischen Stück Unterricht. Hieraus entwickelte sich ein intensives Gespräch zwischen ihm und den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden anwesenden Unternehmenspaten, an dessen Ende sich alle einig waren, dass diese Form von Unterricht nicht nur eine sinnvolle Vorbereitung auf Beruf und Studium, sondern auch ein gutes Beispiel dafür ist, wie moderner, praxisnaher Unterricht aussehen kann.
Daneben ging es in der Aussprache auch um Probleme, die die BBS 11 derzeit beschäftigten. Das Berufliche Gymnasium Wirtschaft muss zunehmend mit Integrierten Gesamtschulen um neue Schüler konkurrieren. Viele Schüler wechseln mit erheblichen Defiziten in Mathematik und Deutsch auf unsere Schule, die im Unterricht bis zum Zentralabitur mühsam aufgearbeitet werden müssen.
Insgesamt war der Besuch des Kultusministers eine rundherum gelungene Veranstaltung.