Türkische Delegation informiert sich über das deutsche Berufsbildungssystem

Die schulische Ausbildung hat in der Türkei einen höheren Stellenwert als die berufspraktische Bildung. Deshalb werden Jugendliche überwiegend theoretisch auf das Berufsleben vorbereitet. Nach dem Ende der allgemeinbildenden Schule schließt sich wie selbstverständlich der Besuch einer Universität an, mit dem eine berufliche Richtung eingeschlagen wird – auch ohne Abitur.
Für die türkische Delegation aus der Region Aydin, die am Dienstag, 18. März 2014 in unserer Schule zur Gast war, ist es deshalb sehr ungewöhnlich, mit einem Abitur eine betriebliche Ausbildung absolvieren zu wollen. Zwei Auszubildende zur Industriekauffrau, die auch als Übersetzerinnen tätig waren, haben die Gruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der regionalen Abteilung des Kultusministeriums, Lehrkräften und Sozialpartnern engagiert die Bedeutung der dualen Ausbildung in Deutschland erklärt. Die Erfahrungen unserer beiden Schülerinnen wurden sehr interessiert aufgenommen, weil dieses Modell junge Menschen praxisorientiert auf den Arbeitsmarkt vorbereitet und ihnen eine angesehene berufliche Perspektive bietet – ein späteres Studium nicht ausgeschlossen.Türkische Delegation Organisiert vom Niedersächsischen Kultusministerium informiert sich die türkische Delegation in dieser Woche in Hannover über das deutsche Berufsbildungssystem. Neben der BBS 11 stehen auch die IHK, die Handwerkskammer, ein Ausbildungsbetrieb und eine gewerbliche Berufsbildende Schule auf dem Programm.