Betriebswirtschaftlicher Hochschulabschluss für Auszubildende: Schulabgänger in der Region Hannover können von diesem Sommer an parallel zur kaufmännischen Ausbildung ein betriebswirtschaftliches Studium absolvieren. In nur dreieinhalb Jahren erreichen die Gymnasiasten damit neben dem IHK-Abschluss Industriekaufmann/-frau auch den betriebswirtschaftlich ausgerichteten Bachelor in Business Administration. Das ermöglicht der Kooperationsvertrag über das „ausbildungsintegrierte duale Studium“, den die Berufsbildende Schule 11 der Region Hannover (BBS 11) und die FOM Hochschule jetzt geschlossen haben.Demnach absolvieren Schulabgänger in dreieinhalb Jahren das betriebswirtschaftlich ausgerichtete Bachelor-Studium in Business Administration. In den ersten zweieinhalb Jahren durchlaufen sie parallel dazu ihre Ausbildung zum/zur Industriekaufmann/-frau mit IHK-Abschluss. Das Angebot startet zum Ausbildungsjahr im August bzw. zum kommenden Wintersemester im September 2020.Dabei werden ausgewählte Studienmodule unmittelbar in den BBS-Unterricht integriert. „Die Berufsschullehrer unterrichten Hochschulinhalte und nehmen die Prüfungen ab. Das geschieht in Abstimmung mit der FOM, um die wissenschaftlichen Standards zu gewährleisten“, erklärt Dr. Dania Recker, Geschäftsleiterin der FOM in Hannover, die ihren Hochschulbetrieb derzeit coronabedingt auf den virtuellen Online-Campus verlagert hat.

Berufsschullehrer unterrichten Hochschulinhalte

Dieter Klinger, Leiter der BBS 11, ergänzt: „Damit erreichen unsere Schulabgänger deutlich zügiger den praxisorientierten Hochschulabschluss, den viele Unternehmen wünschen und der die Jobaussichten der Azubis erheblich verbessert.“ Studienmodule, die nicht an der Berufsschule absolviert werden, erarbeiten die Studierenden freitagabends und samstags im Rahmen der regulären Vorlesungen am Hochschulzentrum der FOM Hochschule in Hannover. Sobald nach zweieinhalb Jahren die IHK-Ausbildung endet, stehen die Berufsanfänger ihrem Unternehmen voll zur Verfügung. Zugleich studieren sie weiterhin freitagabends und samstags ein weiteres Jahr lang bis zum Ablegen der Hochschulprüfung.

„Damit erreichen unsere Schulabgänger deutlich zügiger den praxisorientierten Hochschulabschluss, den viele Unternehmen wünschen und der die Jobaussichten der Azubis erheblich verbessert“

Erfolgreiche Vorbilder für das neue Modell

Das ausbildungsintegrierte duale Studium hat erfolgreiche Vorbilder. So kann die Ausbildung bei den Steuerberaterkammern Niedersachsen und Hessen zum/zur Steuerfachangestellten seit 2017 parallel mit dem Bachelor-Studium „Steuerrecht“ an der FOM kombiniert werden. „Wir bringen ein bewährtes Modell in die Region Hannover, das nach ganz Niedersachsen ausstrahlen wird“, sagt Recker. BBS-Leiter Dieter Klinger sieht ebenfalls die Vorteile: „Für Abiturienten ist das duale Studium ein starker Anreiz, im Zuge ihrer Ausbildung auch einen akademischen Abschluss zu erlangen. Die Unternehmen wiederum bekommen Nachwuchs, der durch das Studium seine Belastbarkeit unter Beweis gestellt hat, aber auch seine Fähigkeit, komplexe Aufgaben praxisorientiert und mit Verantwortung zu bearbeiten.“

Mehr Informationen

Ausführliche Infos erhalten Sie im Flyer, bei unseren Pressekontakten oder direkt bei den Kooperationspartnern: Maria Hennig von der FOM Hochschule (0511 898 404-13) sowie Dr. Sabine Bunk und Nicole Haas von der BBS 11 (0511 168-43 354 bzw. -36 291).